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Situationisten im Museum Tinguely


Jean-Louis Brau, Sans Titre, 1950, Foto: Serge Veignant.
Copyrights: Museum Tinguely

Die Schaffung von Situationen als Methode zur Rückgewinnung des freien Lebens. Diese von allen Avantgardebewegungen angestrebte radikale Veränderung des Lebens sollte durch direkte Eingriffe in den Alltag verwirklicht werden, dessen Fülle allein die Rückgewinnung des enteigneten Lebens garantierte.

Schon im Gründungsmanifest der SI, dem 1957 von Guy Debord verfassten Rapport sur la construction des situations et sur les conditions de l’organisation et de l’action de la tendance situationniste internationale, wird dies als das letzte Ziel aller Aktivitäten der Bewegung formuliert.

Für die Situationisten konkretisiert sich die Lebenswirklichkeit jedes Menschen in seinem Alltag. Nur in der gelebten Subjektivität lasse sich das im Spektakel verlorene, weil enteignete, Leben wieder finden.

Die Situationisten gingen deshalb davon aus, dass eine Revolution, welche nicht die Alltagsrealität jedes einzelnen grundlegend verändert, bloss eine neue Form der Herrschaft und Enteignung abgebe. Stattdessen sollte das Alltagsleben durch die Konstruktion von Situationen von den festgelegten Strukturen und mechanisierten Prozessen der Lebenswirklichkeit befreit werden.

Wow! Was für eine Ausstellung und was für eine Realität.

Die Situationistische Internationale (1957 - 1972)
Museum Tinguely Basel, 4. April bis 5. August 2007
Paul Sacher-Anlage 1, CH-4002 Basel
Telefon: +41 (0)61 681 93 20, Internet: www.tinguely.ch
Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag 11:00 bis 19:00 Uhr, Montag geschlossen

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